Gesunde Gemeinde

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„Gesunder Landkreis – Runde Tische zur Regionalen
Gesundheitsförderung“ im Landkreis Bamberg

Das Modellprojekt „Gesunder Landkreis – Runde Tische zur Regionalen Gesundheitsförderung“ ist Teil der Gesundheitsinitiative “Gesund.Leben.Bayern” des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Neben dem Landkreis Bamberg sind in Bayern nur noch die Landkreise Ansbach, Erlangen/Höchstadt, Coburg, Dillingen, Passau, Weilheim und Würzburg weitere Standorte. Das Ziel ist, Gesundheitsförderung und Prävention in regionalen Bezügen zu stärken unter Einbeziehung der Bevölkerung.

Finanziert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation erfolgt durch die Hochschule Coburg. Das Modellprojekt ist zunächst auf zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2014 angelegt.

Hintergrund:

Eine Gesundheitsförderung mit effektiver Prävention wird angesichts der Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich auch im Landkreis Bamberg immer wichtiger. Zudem erfordert der Demographische Wandel eine Ausweitung der Adressaten in der Gesundheitsförderung mit jeweils passgenauen Angeboten.

Das Projekt im Landkreis Bamberg:

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ (Arthur Schoppenhauer)

Gemäß diesem Leitspruch hat das Landratsamt Bamberg – Fachbereich Gesundheitswesen die Gemeinden des Landkreises Bamberg motiviert, sich für das Modellprojekt „Gesunder Landkreis – Runde Tische zur Regionalen Gesundheitsförderung“ zu bewerben. Als Projektpartner konnten sich die Gemeinden Königsfeld, Priesendorf und Rattelsdorf durchsetzen.

Der Schlüssel für Gesundheit liegt in den Lebenswelten der Menschen. Daher gibt es im Landkreis Bamberg keine vorab festgelegten Themen. Vielmehr orientiert man sich bei der Entwicklung von gesundheitsfördernden Angeboten an den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung vor Ort.

Bei regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen werden am „Runden Tisch“ in den drei Gemeinden Veranstaltungen aus den Bereichen Bewegung, gesunde Ernährung, psychosoziale Gesundheit sowie Medizin – ausgehend von Ressourcen- und Bedarfsanalysen – geplant und organisiert. Der Gesundheitsbegriff umfasst hierbei nicht nur körperliche, sondern auch seelische, soziale und ökolo­gi­sche Aspekte. Die Bevöl­ke­rung als Ganzes sowie verschiedene Zielgruppen von Jung bis Alt sind ebenso im Blickfeld, wie die Veränderung von strukturellen Bedingungen für Gesundheit.

Die Kooperation mit Kindergärten, Schulen, Vereinen und weiteren wichtigen gemeindlichen Institutionen ist ein großes Anliegen des Arbeitskreises. Bereits bestehende Gesundheitsangebote sollen nicht verdrängt, sondern sinnvoll ergänzt werden. Durch die Vernetzung bereits vorhandener Gesundheitsaktivitäten und die Entwicklung neuer Angebote wird das Thema Gesundheit im ländlichen Raum insgesamt gestärkt.

Ziele der Gesunden Gemeinde sind gesundheitsförderliche Lebensbedingungen zu schaffen, Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu wecken und Gesundheitsangebote zu entwickeln, die allen Bürgerinnen und Bürger jeder Altersgruppe zugänglich sind. Des Weiteren sollen die Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsaktionen gefördert, sowie lokale Akteure nach dem Prinzip der Kooperation vernetzt werden. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Gesundheit nur dort gelebt wird, wo es gelingt, die unterschiedlichen Alltagsinteressen der Menschen mit ihrem Interesse an Gesundheit in Einklang zu bringen und direkt zu verbinden. Dafür sind die Gemeinden mit ihren gelebten Ortsgemeinschaften ein hervorragender Rahmen.

Vorgehensweise:

  • Gemeindeanalyse (Analyse von Gesundheitsdaten, Erfassung der Situation vor Ort)
  • Ermittlung von Schwerpunktthemen
  • Definition von Gesundheitszielen
  • Auswahl der Maßnahmen und Strategien
  • Projektdurchführung
  • Evaluation (begleitend)

Ziele und Inhalte:

  • Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene
  • Etablierung von Gesundheitsnetzwerken auf Gemeindeebene
  • Einbindung in ein Gesamtkonzept „Gesunder Landkreis“ (Schaffung nachhaltiger Strukturen)
  • Entwicklung und Erprobung von Gute-Praxis-Beispielen

Leistungen des Fachbereichs Gesundheitswesen:

  • Moderation des Projektprozesses, Initiierung und Qualitätssicherung
  • Datenanalyse
  • Bedarfsanalyse
  • Zielgruppenfestlegung für Maßnahmen
  • Unterstützung bei der Projektauswahl und –planung
  • Dokumentation und Evaluation

Orientierung an wissenschaftlichen Standards und aktuellen Forschungsergebnissen:

  • Beteiligung der Zielgruppen an der Planung und Umsetzung von Einzelprojekten (Partizipation)
  • Schaffung gesundheitsförderlicher Lebenswelten („Setting-Ansatz“): Die Situation vor Ort spielt entscheidende Rolle (z.B. in Schule, Betrieb, Gemeindestruktur…)
  • Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention hat sich als effektives Vorgehen erwiesen.
  • Berücksichtigung der sozialen Ungleichheit der Gesundheitschancen: Soziale Benachteiligung führt auch zu gravierenden Unterschieden im Gesundheitsverhalten und damit dem Gesundheitszustand der Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Informationen zu den Gesunden Gemeinden im Landkreis Bamberg finden sie auf der Homepage: www.glba.de

 

Kontakt:

Landratsamt Bamberg

Fachbereich Gesundheitswesen

Ludwigstraße 23

96052 Bamberg

 

Tel.: 0951 / 856 51

www.landkreis-bamberg.de

 

Gesunde Gemeinden im Landkreis Bamberg sind:

Rattelsdorf – http://www.markt-rattelsdorf.de/

Königsfeld – http://www.koenigsfeld-oberfranken.de/Startseite.aspx

Priesendorf – http://www.priesendorf.de/priesendorf/