Vorstellung des Ergebnisberichtes des Modellprojektes “Gesunde Gemeinde”

Den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Landkreises Bamberg sowie interessierten BesucherInnen wurde am 16.06.2015 der  Ergebnisberichtes des Modellprojektes “Gesunde Gemeinde”  vorgestellt. Lothar Riemer vom Gesundheitswesen des Landratsamtes Bamberg stellte dabei zentrale Erkenntnisse und Erfolge des Projektes dar und betonte die partizipative und bedarfsorientierte Ausrichtung der kommunalen Gesundheitsförderung in den drei Modellgemeinden.

Im Ergebnisbericht finden Sie die Projektschritte und zentrale Erfahrungen beschrieben: Bericht_Gesunde Gemeinde_Landkreis Bamberg_2015

 

Zentrale Erkenntnisse (lessons-learnd ) sind dabei:

– Der stark partizipative Ansatz in der Projektumsetzung durch das Landratsamt Bamberg nahm auf diese spezifische Gegebenheit besonders Rücksicht und versuchte gegebene Ressourcen vor Ort zu bündeln und zu stärken. Diese partizipative Umsetzung erforderte eine zeitintensive Begleitung sowie ein professionelles Coaching der größtenteils ehrenamtlichen Gruppen (z.B. zu Themen der Bedarfsklärung, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit). Der intensive Begleitungsprozess stärkt im Gegenzug die Ehrenamtsstrukturen vor Ort erheblich und richtet diese nach gesundheitsförderlichen sowie kommunalen Zielen aus. Eine nachhaltige kommunale Gesundheitsförderung kann nur über eine starke Beteiligung und Mitgestaltung der betroffenen und engagierten Personen vor Ort erreicht werden – dies zeigen die Erfahrung des Modellprojektes deutlich.

– Die Vernetzung der aktiven Institutionen und der engagierten Akteure vor Ort vermeidet Doppelstrukturen und ermöglicht Synergien sowie gegenseitige Unterstützung. Darüber hinaus wird eine zielgerichtete Ausrichtung der Angebote vor Ort möglich.

– Die Kommunikation der gesundheitsförderlichen Angebote ist sowohl zwischen den aktiven Institutionen und Personen (z.B. Gremium, EMail/ Post-Verteiler) als auch zu den Bürgern zu verbessern (z.B. feste Rubrik im Mitteilungsblatt, Homepagenutzung).

– Die Fort- und Weiterbildung sowie Rollenzuweisungen einzelner Multiplikatoren (Moderationsverantwortliche, Öffentlichkeitsarbeitsverantwortliche, etc.) stärken die Handlungsfähigkeit und Wirksamkeit der ehrenamtlichen Gremienarbeit und der Ehrenamtsstrukturen vor Ort.

– Ehrenamtliches Engagement ist ideell motiviert und bedarf persönlicher Anerkennung – insbesondere von kommunalpolitischer Seite. Diese Anerkennung ist regelmäßig zu organisieren.

 

Weitere Inforamtionen finden Sie auch auf dieser Homepage: http://gesunder-landkreis-bamberg.de/